Verglasung als Witterungsschutz

Aufenthaltsqualität verbessern und Substanz erhalten

Blick auf verglasten Balkon
Moderne Balkonverglasungen erhöhen die Langlebigkeit der dahinterliegenden Konstruktion. Gebäudenutzern steht der Balkon zudem ganzjährig zur Verfügung.

Starkregenereignisse, Stürme und lange Hitzeperioden: Durch den Klimawandel häufen sich extreme Wetterereignisse. Das erhöht auch die Anforderungen hinsichtlich des Witterungsschutzes beim Planen und Bauen. Regional sind zudem unterschiedliche Bedingungen und Faktoren zu berücksichtigen – das gilt auch für die Balkonverglasungen von Lumon. So zählen die wetterbedingten Lasten, die auf sie einwirken, zu den entscheidenden Kriterien bei der Planung. Hintergrund: Die Auswirkungen des natürlichen Windes auf ein Bauwerk sind unter anderem abhängig vom Standort, der Gebäudehöhe und Geländekategorie. Balkonverglasungen stellen daher immer individuell konzipierte Lösungen dar – passend zum jeweiligen Projekt. Lumon steht vor diesem Hintergrund Architekten und Planern bei der Konzeption der Verglasung beratend zur Seite.

Geschützte Balkonplatte

Wetter- und Umwelteinflüsse führen oftmals nicht nur zu optischen Schäden an der Fassade und der Balkonplatte, sondern können auch zu Rissen und Abplatzungen im Beton oder einer Durchfeuchtung der Bauteile führen. Im schlimmsten Fall kann dies die Tragfähigkeit des Balkons beeinträchtigen. Moderne Balkonverglasungen wirken hier wir ein Schutzschild und erhöhen die Langlebigkeit der dahinterliegenden Konstruktion. Das Risiko für ernstzunehmende Schadensbilder wird minimiert. Auch sinken Wartungs- und Erhaltungskosten. Die Gebäudenutzer können im gleichen Zuge sicher sein, dass ihr Balkon ganzjährig nutzbar ist.

Ausreichende Luftzirkulation

Experten empfehlen daher intelligente Balkonverglasungen. Sie schützen die dahinterliegende Gebäudesubstanz effizient vor Witterungseinflüssen. Anders als ein Wintergarten ist die Konstruktion jedoch nicht komplett dicht. Kleine Zwischenräume von maximal drei Millimeter zwischen den einzelnen Verglasungselementen sorgen für einen ausreichenden Luftaustausch. Die dadurch begünstigte Luftzirkulation wirkt sich nicht nur positiv auf das Raumklima und die Wohlfühlatmosphäre auf dem verglasten Balkon aus. Sie trägt ebenfalls zum Erhalt der gesamten Materialkonstruktion bei. Trotz dieser Luftspalte werden Wind und Regen zuverlässig abgehalten. Lediglich Schlagregen kann – unter Umständen – dazu führen, dass Wasser auf den Balkon eindringt. Sollte hierbei Wind den Regen frontal auf die Scheibe drücken.

Wahl des geeigneten Glases

Balkonverglasung an Eckbalkonen
Im Eckbereich treten höhere Windlasten auf und müssen bei der Konzeption der Balkonverglasung entsprechend berücksichtigt werden.

Da jedes Projekt individuelle Anforderungen stellt, arbeitet Lumon mit unterschiedlichen Glasvarianten: So stehen Einscheibensicherheitsglas in sechs, acht, zehn oder zwölf Millimeter Stärke oder extraschalldämmende Lösungen zur Wahl. Welche Option geeignet ist, ist auch abhängig von den regional vorherrschenden wetterbedingten Lasten. Das in der Balkonverglasung eingesetzte Glas kann sich grundsätzlich biegen und gibt damit dem Winddruck nach. Die zulässige Durchbiegung von ESG beträgt im Normalzustand drei Millimeter pro Meter. Dank seiner Flexibilität hält das Glas nicht nur Schlägen besser stand als normales Glas, sondern auch den auftreffenden Windlasten.

Berücksichtigung der Windzone

Je nach Region sind unterschiedliche Windgeschwindigkeiten möglich: Deutschland ist vor diesem Hintergrund in vier verschiedene Windlastzonen unterteilt. Zone 1 umfasst im Wesentlichen südliche und mittlere Bereiche. Hier herrschen durchschnittlich Windgeschwindigkeiten von 22,5 Meter pro Sekunde mit einem Geschwindigkeitsdruck von durchschnittlich 0,32 Kilonewton pro Meter. Zone 2 schließt nördlich daran an und erstreckt sich zudem über kleinere Bereiche in Süddeutschland – mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 25 Metern pro Sekunden und einem Geschwindigkeitsdruck von 0,39 Kilonewton pro Meter. Die Durchschnittswerte für Zone 3 im Norden sowie Zone 4 in Küstenregionen liegen wesentlich höher. Denn hier muss die Verglasung deutlich größeren Belastungen durch Wind trotzen. Somit ist zunächst festzustellen, in welcher Windlastzone sich das jeweilige Bauvorhaben befindet. Dies lässt sich über die entsprechende Windlastzonenkarte der zuständigen Baubehörde ermitteln. Auch hier steht das Expertenteam von Lumon gern beratend zur Seite.

Gebäudehöhe und Geländekategorien

Blick auf oberen Teil Hochhaus mit Balkonverglasung
Mit der Gebäudehöhe steigt auch die Windlast. Die Verglasung muss hier somit höheren Belastungen standhalten.

Insbesondere bei hohen Gebäuden sorgt eine Balkonverglasung auch für einen zusätzlichen Sicherheitseffekt. Denn: Je höher die Verglasung angebracht wird, umso höheren Belastungen muss sie auch standhalten, weil mit der Gebäudehöhe auch die Windlast steigt. Lumon verbaut daher in höheren Geschossen entsprechend stärkeres Glas in dem jeweiligen Balkonsystem. Dies gilt auch für exponierte Bereiche am Gebäude: So treten im Eck- und Randbereich höhere Windlasten auf. Zur Berechnung werden auch Parameter wie umliegende Geländestruktur berücksichtigt, da beispielsweise Nachbargebäude sowie Hindernisse in der Umgebung Einfluss auf die Windbelastungen haben. Besonders in Bodennähe gilt, dass eine rauere Geländeoberfläche dazu führt, dass die mittlere Windgeschwindigkeit abnimmt. Gleichzeit steigt die Intensität und damit verbundene Last durch Böen. In der Gesamtheit verringert sich jedoch in der Regel durch ein raueres Umfeld die Windlast.

Raumhöhe

Ein weiterer zentraler Faktor ist die jeweilige Raumhöhe. Lumon kann eine Öffnungshöhe von bis zu drei Metern realisieren. Bei sehr hohen Räumen wird eine auf dem Geländer aufgesetzte Verglasung verbaut und keine raumhohe Variante gewählt. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn generell stärkere Windlasten auf die Scheiben einwirken.

Individuelle Beratung

Das Lumon-Expertenteam berücksichtigt bei der Konzeption und der Berechnung der statischen Belastung von Balkonverglasung standardmäßig verschiedenste Parameter. Dazu zählen Windzonen, Gebäudehöhe und Raumhöhe. Erst dann kann die Verglasung in ihrer Höhe und Dicke so ausgewählt werden, dass sie der maximalen Windlast, die in der Region auftreten kann, zuverlässig und nachhaltig standhält.

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