Lumon unterhält Tochtergesellschaften in Schweden, Norwegen, Deutschland, Russland, Spanien, Frankreich, Schweiz und seit jüngstem auch in China und Kanada. Zusätzlich werden Lumon-Produkte in vielen anderen Ländern über Vertriebspartner verkauft. In all diesen Ländern wird die finnische Flagge hochgehalten.

- Es wird oft angenommen, dass mit der Betonung des finnischen Designs überspielt werden soll, wo das Produkt tatsächlich hergestellt wurde. Ich habe auch schon gehört: „Design from Finland, made in China”. Design from Finland ruft als solches in Finnland nicht unbedingt die gewünschten Assoziationen hervor. In Verbindung mit dem Schlüsselflaggen-Symbol wirkt das Kennzeichen jedoch in Finnland und anderen skandinavischen Ländern besser. Wenn man Qualität verkauft, ist das Herstellungsland ein zentraler Bestandteil des Markenimage, meint Jyrki Hutri, Marketingmanager bei Lumon.

- Wir haben für unsere Produkte auch den chinesischen Markt erschlossen. Dort werden westliche Trends genau verfolgt, im Geschäftsleben sowie in der Mode. Geschäftslehren kommen oft aus Amerika, aber was Mode, Kunst und Design angeht, stehen europäische Trends ganz oben. Scandinavian Design ist in China bekannt und aus hiesiger Sicht gehört auch Finnland zu dieser Kategorie. Der chinesische Verbraucher schafft sich seine Identität und gesellschaftliche Stellung weitgehend über Konsumgüter und Markenprodukte. Westliche Erzeugnisse gelten in China als Luxusgüter, wohingegen in westlichen Ländern die Einstellung eher praktisch ist. Das Symbol Design from Finland steht in China für Qualitätsdesign, Haltbarkeit und westliche Lebensweise, berichtet der Exportleiter Jari Miettinen aus Shanghai. Mit dem Zeichen sind Glanz und Glamour verbunden, eben das, was chinesische Verbraucher suchen, meint Herr Miettinen.

Finnisches Design und finnische Produktion sind besonders in Europa, aber auch auf anderen Märkten hoch angesehen. Für viele Verbraucher ist das Entwicklungs- und Herstellungsland eines Erzeugnisses ein wichtiger Aspekt. Sie sind auch häufig bereit, für Qualität mehr zu zahlen. Balkon- oder Terrassenverglasung stellt eine langfristige Investition dar, so dass bei der Kaufentscheidung Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und gutes Design wichtigere Kriterien sind als der Preis.

- Unser libanesischer Vertriebspartner möchte die finnische Herkunft der Produkte weitgehend sichtbar machen. Der libanesische Kunde schätzt skandinavische Produkte und die finnische Herkunft gilt als deutlicher Verkaufsvorteil. Mit dem Symbol Design from Finland werden meines Erachtens finnische Herkunft und hochwertiges Design auf den Punkt gebracht, meint Jyrki Hutri.

- Dieses Symbol können wir an Balkon- und Terrassenverglasungen verwenden, die in unserem Werk in Kouvola hergestellt werden, aber auch für Produkte, die von unseren Partnern in verschiedenen Ländern hergestellt und montiert werden. Das Design stammt nämlich immer garantiert von Lumon aus Finnland, fässt Jyrki Hutri zusammen.

Russland ist ein interessanter Markt, der viele Möglichkeiten bietet. Die konsumkräftige Mittelschicht nimmt zu und Wohlhabende gibt es mehr, als Finnland Einwohner hat. Finnland und finnische Produkte stehen dort hoch im Kurs. Diese Wertschätzung hat Lumon auch in seiner Marketingarbeit genutzt.

- Der Russe liebt Stempel und Zertifikate, berichtet Juhani Raitinpää, der seit vielen Jahren für den Absatz in Russland zuständig ist.

- Das Kennzeichen Design from Finland ist bei der Eroberung des russischen Marktes von höchstem Nutzen, führt er fort.

Mit dem Symbol wird die finnische Flagge hochgehalten. Mit seiner zunehmender Verwendung und Erhöhung des Bekanntheitsgrades wird auch das Markenimage eines jeden Unternehmens gestärkt, das es verwendet. Design ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor auf einem zunehmend umkämpften Markt.

- Wir möchten die finnische Herkunft unserer Produkte auf dem Binnenmarkt und im Export unterstreichen. Ohne Inlandproduktion wird auch bald die Entwicklungsarbeit in andere Herstellungsländer verlegt. Wir können stolz auf unsere finnischen Produkte sein, meint Marketingmanager Jyrki Hutri abschließend.